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Netzwerkscouts der Fürstenberg-Realschule führen Medienkompetenztage an der Overberg-Grundschule Recke am 22. und 23. Mai 2019

Bereits zum vierten Mal wanderten die Netzwerkscouts der Fürstenberg-Realschule, bepackt mit zwei Aluminiumkoffern mit sämtlichem Gebrauchsmaterial für die Tage sowie i-Pad und Handys, in die benachbarte Overberg-Grundschule.
„Wir wissen, wer ihr seid“, klang es ihnen schon entgegen, „heute kriegen wir Gummibärchen!“ Na, dachten sich unsere Scouts, so schnell geht es ja dann doch nicht – aber die Sympathien hatten sie schon mal auf ihrer Seite.
Drei Schulstunden nahmen sich „die Großen von der Schule für die Großen“ Zeit für jede der vier Klassen des 4. Jahrgangs. Das bedeutete von Anfang an, dass die Netzwerkscouts keine Zeit vertrödeln durften, wenn sie ihren Ablaufplan, den sie im Vorfeld mit Hilfe von H. Lünnemann, dem begleitenden Lehrer der Realschule, aufgestellt hatten, einhalten wollten.

Scouts 1
„Aber das war auch überhaupt kein Problem! Die „Kleinen“ waren alle sehr aufmerksam, weil sie gespannt waren, was heute so passiert in der Schule.“
So hieß es zu Beginn zunächst einmal, sich bekannt zu machen, spielerisch im Stuhlkreis und mit Namensschildchen war dies schnell erledigt. Ehrgeizig verfolgten die Netzwerkscouts dabei ihren Zeitplan, denn Vieles wollten sie den Grundschülern von ihrem Wissen an diesem Vormittag weitergeben. Die Großen wurden dabei mitunter auch herausgefordert von den Kleinen, „reagieren sie wohl wie Lehrer, wenn ich mich etwas daneben benehme…?“

Im Anschluss wurden mithilfe eines Frage-Antwort-Spiels Vorerfahrungen der Grundschüler mit dem Handy und WhatsApp ermittelt. Deutlich wurde hier, dass die Anzahl der Handys in den einzelnen Klassen sehr unterschiedlich ist.
Spätestens mit der Frage „Wer von euch ist bei WhatsApp?“ hatten die Scouts die Grundschüler mitten ins Thema geführt. Diese Plattform bietet nicht nur den Kindern und Jugendlichen einen Weg der modernen Kommunikation - „Plaudern“, miteinander reden und eben mehr. Die Geschäftsordnung der Chat-App „WhatsApp“ sagt, dass man erst ab 16 Jahren teilnehmen kann. Aber daran hält sich keiner oder man weiß es einfach nicht. Folglich hätte niemand der anwesenden Schülerinnen und Schüler aufzeigen dürfen. Die Netzwerkscouts demonstrierten in einem nächsten Block wichtige Sicherheitseinstellungen anhand praktischer Handgriffe am Handy, die die Schüler beachten sollten, wenn diese sich in Chats bewegen. Einhelliges Ziel war, welches vermittelt werden sollte, dass keine persönlichen Daten offengelegt werden dürfen.
In den vielen Gesprächen des Vormittags kamen beeindruckende Beiträge von den Grundschülern über eigene Erfahrungen und erstaunlich viele Vorschläge des sorgsamen Umgangs mit dem Medium „WhatsApp“. Die Fragen der Sicherheit der eigenen Person, der eigenen Daten, die selbstschützende Vorsicht im Umgang mit unbekannten Chatpartnern und das Vertrauen, Menschen an seiner Seite zu wissen, zu denen man gehen kann, wenn es mal unübersichtlich wird, standen thematisch im Mittelpunkt.

Scouts 2

Die Netzwerkscouts boten sich an, von nun an bei der weiterführenden Schule als solche Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, denn diese Peergrouparbeit hat in der Fürstenberg-Realschule Tradition im Programm „Schüler helfen Schülern“ in vielen Feldern.

In weiteren Modulen nahmen Themenbereiche wie „geeignete Profilbilder“ oder das „Recht am eigenen Bild“ viel Raum ein und viele Fragen der jüngeren Schülerinnen und Schüler konnten beantwortet werden. Bis zum Schluss blieb auch für viele spielerische Sequenzen natürlich genügend Raum.

Die Abschlussrunde der Scouts mit der Verteilung von Gummibärchen für alle, hatte sich irgendwann schon herumgesprochen und wurde folglich immer freudig erwartet. Mit einem durchweg positiven Feedback, bei dem die Scouts mit vielen Komplimenten belohnt wurden, war der wohl verdiente Lohn für unsere Scouts. Unsere Neuntklässler, im vergangenen Jahr frisch ausgebildet, schlugen sich bei ihrem ersten Einsatz tapfer!
Bis zum nächsten Jahr, liebe Grundschüler – wir freuen uns schon auf euch!

Text: Tanja Brügge-Feldhacke / Fotos: Volker Lünnemann