Premiere des Schulmusicals der Fürstenberg-Realschule „Zirkus Knallebumm“
Als sich gestern Abend der Vorhang hob und warme Lichter das rotweiße Zirkuszelt auf der Bühne erstrahlen ließen, begann für das Publikum eine Reise in eine zauberhafte Welt. Eine Welt, in der Seiltänzerinnen ganz ohne Seil tanzen, Schnellrechner Gedanken lesen, Clowns sich unsterblich verlieben und Zauberer mehr verschwinden lassen als nur ein Kaninchen.
Willkommen im wohl außergewöhnlichsten Zirkus, den die Bühne je gesehen hat: Willkommen im „Zirkus Knallebumm“.
Mitten im funkelnden Geschehen: der arme Straßenjunge Pedro und seine kleine Schwester Susanna. Auf der Suche nach einem Zuhause und zugleich auf der Flucht vor den zwielichtigen Ladroes, die sie zu Einbrüchen verführen wollen, landen sie – scheinbar zufällig – im geheimnisvollen Zirkus Bayou. Dort erwarten die beiden neue Freunde mit ganz besonderen Fähigkeiten im Gepäck. Doch was zunächst ihre Rettung verspricht, entpuppt sich als neue Herausforderung: Hinter Glanz, Glitzer und schillernden Kostümen verbirgt sich eine bittere Wahrheit: Der Zirkus muss aus finanziellen Gründen schließen. Das Ende für die jungen Artisten, Clowns und Zauberer?
Die Antwort darauf gaben die Darstellerinnen und Tänzer, mit Unterstützung des Technikteams, an diesem Abend eindrucksvoll mithilfe ihrer individuellen Begabungen. Weder Deutsch-, Mathe- noch Englischkenntnisse waren hier gefragt. Unter der Regie von Bernadette Schulte-Kohne, unterstützt von Tim Löffel und Elke Müller, basierend auf den Texten und der Musik von Peter van Briel, unter der tänzerischen Leitung von Ekaterini Christou sowie der technischen Führung von Lennox Wesselmann standen ganz andere Disziplinen auf ihrem „Prüfungsplan“: mutige Choreografien, ausdrucksstarkes Schauspiel und sogar in der technischen Umsetzung von Licht, Ton und Bühnenbild. Jede Szene bewies, dass Begabung viele Gesichter hat.
Zwischen schwebenden Tänzern, leuchtenden Augen und donnerndem Applaus zeigte sich, was Schule auch sein kann, nämlich ein Ort, an dem Talente entdeckt werden, ein Raum, in dem Kinder wachsen dürfen – und eine Bühne bekommen, auf der sie über sich hinauswachsen können.
Angelehnt an Artikel, erschienen in der IVZ
Fotos: Peter van Briel



