Private Bischöfliche Fürstenberg-Realschule Recke

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Aschermittwochsgottesdienste – Beginn der Fastenzeit

20.02.2026 | Schulberichte

Heute wurden an unserer Schule drei Gottesdienste zum Aschermittwoch gefeiert. Die Feiern fanden schulformübergreifend statt, sodass Schülerinnen und Schüler der Realschule und des Gymnasiums gemeinsam diesen besonderen Tag begingen.

Zunächst feierten die Jahrgänge 5 und 6, anschließend die Jahrgänge 7 bis 9 sowie die Jahrgangsstufe 10 bis Q1 den Beginn der Fastenzeit – einer besonderen Zeit der Besinnung und inneren Vorbereitung auf Ostern.

In einer Aufführung der Theater-AG wurde das Gefühl dargestellt, ausgelacht und nicht ernst genommen zu werden. Die Szene machte deutlich, wie sehr unsere Wahrnehmung unser Denken und Handeln beeinflusst.

Marita Niggemann-Werth griff dieses Bild auf und stellte die Frage, wie sehr unser Blick auf uns selbst und auf andere von „Brillen“ geprägt ist – nicht nur von sichtbaren, sondern auch von unsichtbaren. Eine Brille kann helfen, klarer zu sehen. Doch es gibt auch innere Brillen, die unsere Sicht verzerren:

  • die Brille der Angst: „Ich traue mich nicht.“
  • die Brille der Überforderung: „Ich schaffe das nicht.“
  • die Brille der Unsichtbarkeit: „Niemand sieht mich.“
  • die Brille der Ablehnung: „Mit dem will ich nichts zu tun haben.“
  • die Brille der Vorurteile, die unseren Blick auf andere vorschnell festlegt.

Gerade in der Fastenzeit stellt sich daher die Frage: Welche dieser Brillen möchten wir ablegen? Wo wollen wir lernen, neu zu sehen?

Auch im Evangelium, das von Pfarrer van Briel vorgetragen wurde, wurde diese Botschaft deutlich: Der blinde Bartimäus erfährt Heilung, weil er sich Jesus zuwendet und um Hilfe bittet. Sein Glaube eröffnet ihm eine neue Sicht – im wahrsten Sinne des Wortes.

Marita Niggemann-Werth machte drei Schritte deutlich, die helfen können, eine solche „innere Brille“ abzulegen:

  1. Erkennen: Welche Brille trage ich überhaupt?
  2. Bereitschaft: Bin ich bereit, sie abzulegen?
  3. Unterstützung: Möchte ich auch anderen helfen, ihre Sicht zu klären?

Die von Pfarrer van Briel gesegnete Asche ist dabei ein Zeichen der Umkehr und der Bereitschaft, im eigenen Leben neue Wege zu gehen. Die gesamte Schulgemeinde erhielt ein Aschekreuz auf die Stirn – als sichtbares Zeichen der Besinnung, der Umkehr und des Neubeginns.

Zum Abschluss zeigte die Theater-AG noch einmal eindrucksvoll, wie befreiend es sein kann, eine solche verzerrende Brille abzulegen – um klarer zu sehen, Illusionen loszulassen und sich selbst und anderen neu zu begegnen.

Die Fastenzeit lädt uns ein, unsere Sichtweise zu überprüfen und den Mut zu finden, mit offenem Blick durch diese besondere Zeit zu gehen.

Text: Johannes Leigers